Schanze zum Selbermachen - eine Bastelanleitung

Nachdem ein mögliche Bürgerbeteiligung im Schanzenviertel, an egal welchem Projekt, mit wechselnden Argumenten und ähnlichen Mehrheit rechts von der Linken vornehmlich im Regionalausschuss I des Bezirks Altona beerdigt worden sind, beispielsweise was die Lärmemmission angeht, die Ballermannisierung, den Schanzenpark, die Brammerfläche, der Floraparkt, Schickimickibuden in der Eifflerstrasse, öffentliche Klos für Menschen auf der Strasse und schlussendlich am Vorplatz vor dem S-Bahneingängen, hat BABS (Büro autonomer Bürger Schanze) eine Planungsfläche am 28.4. von 12:00 bis geht genau vor dem S-Bahnhof ausgerufen. Papier, Kreide, Stifte und andere Werkzeuge sind da und nun kommt Ihr.

Im anschliessenden Plakat und Flyer-Mix könnt Ihr das alles noch mal lesen oder dafür Sorge tragen, dass wir da nicht alleine stehen, denn dann könnten wir es auch Politik und Verwaltung überlassen. Wolln wir aber nicht.

Deshalb vorab und fast sicher, am 7.5. will der zuständige Verkehrsausschuss in einer "öffentlichen" Sitzung die Planungen von Bezirk und Politik mit den Bürgerwünschen abstimmen. Versprechen können wir hier schon eine Schauspiel an Taschenspielereien und Schleimspuren und Ausreden und ein recht übersichtliches Protokoll über die Vorstellungen von Politik und Verwaltung zum Thema "Bürgerbeteiligung gerne, aber nicht wenn es um die Belange der Bürger geht. Da sind die ja befangen, die dumpfen Lümmel."

Also helft und auf die Sprünge


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Verbindliche Bürgerentscheide oder "Mitreden ja – entscheiden dann doch lieber nicht"?

Mehr Demokratie e.V. lädt  alle Interessierten zu einem Arbeitstreffen zum Thema "Verbindliche Bürgerentscheide" ein. Auf breiter Basis soll so eine Strategie entwickelt werden, wie die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt mit dem Instrument  der "Evokation" umgehen können.
Das Arbeitstreffen findet statt
am 28. März, ab 19.00 Uhr, im Rudolf-Steiner-Haus,
 Mittelweg 11-12, 20148 Hamburg.

Mehr Infos gibt's bei Mehr Demokratie Hamburg

Einstürzende Altbauten: Anfrage des Abgeordneten Andreas Gerhold (Piratenpartei) vom 23.02.2012 und Antwort des Bezirksamtes Hamburg-Mitte

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Betr.: Teileinsturz und folgender Komplettabriss des Hauses Bernhard-Nocht-Straße 85/87
Am vergangenen Freitag gegen 08:45 Uhr ist im Zuge von Bauarbeiten in der Bernhard-Nocht-Straße das Gebäude Hausnummer 85/87 in Teilen eingestürzt und in die angrenzende Baugrube gerutscht. Am selben und am darauffolgenden Tag kam es in mehreren Schritten zum kompletten Abriss dieses historischen Gebäudes aus der Gründerzeit...

...


2.Gab es eine Abrissgenehmigung für die Abrissarbeiten am Abend des 17.02.?
Nein.
...

11.Nach dem Einsturz der Wand gab es ein Treffen der Bauprüfabteilung Mitte, des Denkmalschutzes und der Baustatiker, Welches Vorgehen wurde bezüglich des beschädigten Hauses vereinbart?
Zunächst sollten die notwendigen Sicherungsmaßnahmen festgelegt werden. Weitere Maßnahmen sollten Anfang der folgenden Woche abgestimmt werden.

12.Hat nach diesem Treffen eine andere Stelle eine Abrissgenehmigung für das Gebäude gegeben? Wenn ja, welche?
Nein.
...

Fundort und Quelle: http://hamburg-mitte.bezirkspiraten.de/?q=node/178 bzw. http://hamburg-mitte.bezirkspiraten.de/sites/hamburg-mitte.bezirkspiraten.de/files/user3/A%2020-19-12%20Einst%C3%BCrzende%20Altbauten%20BNS.-PIRATEN.pdf


Siehe auch http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=113347105455569&id=150036155094948
und http://www.sos-stpauli.de/

 

SOS St.Pauli - Kompletter Abriss denkmalgeschütztes Haus Bernhard Nocht Str. Hamburg am 18.2.2012 from utopieTV on Vimeo.

Zweite Runde: Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen

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Aufruf für 2. Runde .doc (25 KB)
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„Leseteage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen“ geht in die 2. Runde

Am 19. April 2012 ist es wieder so weit.
Dann startet zum zweiten Mal Hamburgs vattenfall-kritisches Lesefestival.
Und wir möchten alle einladen, sich daran zu beteiligen.

Im April 2011 haben wir erstmals ein „Lesefestival von unten“ organisiert. Parallel zu den Lesetagen des Energiekonzerns Vattenfall gab es „Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen“. Über die Stadt verteilt in Hallen und kleinen Räumen, ob im Stadtteilzentrum oder Café, in Kirche, Kneipe oder Theater, auf Barkasse oder Deichwiese, an insgesamt 40 Orten haben Literaturbegeisterte gelesen, gelauscht und diskutiert. Kulturschaffende und Aktive aus Klima- und Umweltschutz, Gewerkschafter_innen und Unternehmer_innen haben insgesamt 60 literarische Veranstaltungen organisiert und gemeinsam mit dem Publikum ein kräftiges Lesezeichen gesetzt.
Und warum das Ganze?
Immer mehr Menschen lehnen es ab, den Energieriesen Vattenfall als Kultursponsor zu akzeptieren und verstehen die „Vattenfall Lesetage“ als Provokation.
„Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen“ hat sich zum Ziel gesetzt, für die freie Sicht auf das Kerngeschäft des Klimakillers und Atommüllproduzenten zu sorgen. Denn die versucht Vattenfall mit seinem Kultur- und sonstigen Sponsoring zu verstellen.
Wir werben für die Idee, kulturelles und umweltpolitisches Engagement nicht voneinander zu trennen, sondern miteinander zu verbinden. Und wir probieren aus, wie das gehen kann.
„Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen“ setzt auf dezentrale Strukturen, und zwar sowohl für das Lesefestival, als auch für die Energieversorgung. Wir setzen nicht auf fossile, sondern auf erneuerbare Energiequellen. Wir setzen nicht auf Großprojekte, sondern auf die Fähigkeit aller, Kultur zu schaffen. Und in diesem Sinne möchten wir dazu anregen, Vattenfall auf beiden Ebenen Tschüss zu sagen, als Kultursponsor und als Energielieferant.
Im kommenden April haben die Menschen in Hamburg zum zweiten Mal die Wahl zwischen „Lesetage selber machen - Vattenfall Tschüss sagen“ und den „Vattenfall Lesetagen“.
Noch ist der Energieriese in Hamburg; und solange das so ist, wird es unser vattenfall-kritisches Lesefestival geben, im kommenden Jahr vom 19. - 26. April.
Ob Literatin oder Lehrer, Schülerpoetin oder Staatsschauspieler, ob Eichhörnchen fürs Klima oder Einwendungsschreiber, ob Leseorte wie Kaffeeklappe, Kino, Bunker oder Buchladen, über Eure Anregungen und Kooperationsangebote freut sich

und verbleibt mit sonnigem Gruß

das Organisations-Team von „Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen“.

www.lesetage-selber-machen.de

V.i.S.d.P.: Hartmut Ring, GEW Hamburg


via Mail

Aufruf: Rettet das Kunstobjekt Hundertwasser-Café 9.11.2011 19:00 Altonaer Rathaus

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Vertreterin der Initiative zur Rettung des Hundertwasser-Cafés und ehemalige Betreiberin  des Hundertwasser-Restaurants Stadtcafé-Ottensen schreibe ich Ihnen und bitte um Ihre Unterstützung.

Morgen, Mittwoch, den 9.11.2011 um 19:00 Uhr, soll es eine öffentliche
Anhörung geben über den Abriss und die Umgestaltung der Behringstraße
42 – 44:

0image001

http://www.elbe-wochenblatt.de/ottensen/lokales/66-wohnungen-um-ein-neues-alt...

Die Initiative zur Rettung des Hundertwasser-Cafés führte erfolgreich ein Bürgerbegehren durch. Eigentlich hätte sie damit Anspruch auf einen Bürgerentscheid gehabt, doch es traten ausnahmslos alle Fraktionen dem Bürgerbegehren bei. Nun aber wollen sich die Altonaer
Fraktionen der SPD, FDP und CDU plötzlich dagegen stellen und den Plänen der Wohnbau AG zustimmen. Es wurde mit diesem Trick das Bürgerbegehren bzw. das Recht auf einen Bürgerentscheid geschickt ausgehebelt.

Bitte unterstützen Sie uns am kommenden Mittwoch. Stärken Sie uns, den Linken und der GAL den Rücken. Bitte helfen Sie uns!

Mit freundlichen Grüßen
Bürgerbegehren "Rettet das Kunstobjekt Hundertwasser-Café"

Renate Link
- Vertrauensperson -

Weitere Informationen unter:
Homepage der Initiative:
http://www.rettet-das-hundertwasser-cafe-stadtcafe-ottensen.de/
Homepage des Stadtcafé Ottensen: http://www.stadtcafe.com/index31.html


Nachtrag:

Letzten Samstag erschien im Hamburger Abendblatt ein Beitrag unter der Überschrift
Mehr als 20.000 neue Wohnungen geplant – das Hamburger Programm gegen teure Mieten”.

Darin wird die Hamburger Senatorin Frau Blankau zitiert mit den Worten: "Ich halte es für falsch, von vornherein die Keule rauszuholen".

Ich möchte dazu anmerken: Es ist erfreulich, dass Frau Blankau einsieht, dass man nicht zuerst zuschlägt und erst dann den Dialog sucht.

Trotzdem frage ich: Für wie dumm wollen Senatorinnen wie Frau Blankau denn die Bürger noch verkaufen? Evokation heißt das Zauberwort und bedeutet nichts anderes als: "Tue (freiwillig), was ich will, ansonsten muss ich Dich zwingen." Das klingt nicht so schlimm, und wahrscheinlich weiß sowieso kaum ein Bürger, was dieses Wort bedeutet, wird sich die Senatorin wohl denken. Doch mit "Evokation" werden
Bürgerbegehren außer Kraft gesetzt, und so etwas versteht die Senatorin dann auch noch unter Bürgerbeteiligung. Am Ende Ihres Artikels wird die Senatorin noch zitiert mit: "Langfristig müsse der Bürger in Kauf nehmen, dass Individualinteressen im Verhältnis zum Gemeinwohl nachrangig sind." Oben in dem Artikel heißt es aber unter "Café und Wohnungen": "... Doch der Bürgerwille forderte einen Erhalt des beliebten Cafés. ..." Des beliebten Cafés! Hier werden doch klar die "Interessen“ vertauscht: Zum Gemeinwohl gehört doch eindeutig die Existenz des Kunstwerks und Hundertwasser-Restaurants, und hingegen zum Individualinteresse das Profitstreben der Wohnbau AG aus Bonn und deren Immobilienhaie bzw. –handlanger. Die Immobilienhändler Karl-Dieter Broks und Helmut Köhler & Andreas von Bargen kauften der Stadt Hamburg das Grundstück aufgrund des langfristigen Mietvertrags mit den Café-Betreibern für ca. schlappe € 1.200.000 ab, kündigten den langfristigen Mietvertrag der Stadt Hamburg mit dem Café-Betreiber

aufgrund von Schriftformfehlern, und verkauften dann flugs das Grundstück an die Bonner Wohnbau AG für ca.€ 5.500.000 weiter. Über € 4.000.000 Profit für Immobilienhaie, nur durch Kündigung eines unbequem langen Mietvertrags? Versteht das die Senatorin unter Gemeinwohl? Und sollen über 6.000 Unterschriften von Bürgern für den Erhalt des Hundertwasser-Kunstwerks Stadtcafé Ottensen dagegen das Individualinteresse sein?

Und noch so ein Zauberwort gibt es seit Neuestem: Gentrifizierung!
Soll heißen gemäß Wikipedia: „Sozioökonomischer Umstrukturierungsprozess urbaner Quartiere“ (Klingt auch schick, nicht wahr, Frau Senatorin!), und bedeutet auf Deutsch die Veränderung

ursprünglich preisgünstiger Stadtviertel, in denen Immobilien zunehmend von wohlhabenderen Eigentümern und Mietern belegt und baulich aufgewertet werden und in denen in diesem Zuge Gruppen mit einem niedrigeren Sozialstatus ersetzt oder verdrängt werden. Man könnte es auch anders sagen: Wir nehmen Euch Euren gewachsenen Stadtteil weg, liebe Bürger, nachdem Ihr ihn so lebenswert und kulturell wertvoll gemacht habt, und wenn Ihr nicht freiwillig aus- und wegzieht, dann folgt die Evokation, der Rausschmiss. Schließlich steht das Gemeinwohl und Interesse der Bauherren vor den Individualinteressen!

via Mail, leicht editiert

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Es ist genug für Alle da - Treffen zum Matthiae-Mahl - Heute Abend im Centro (Mo 24.1.)

Einladung zum Vernetzungstreffen Heute, Montag 24. Januar, um 18:00 Uhr im Centro Sociale, Sternstraße 2

Es ist genug für Alle da! - Öffentliches Auftischen für Alle - statt Matthiae-Mahl im Rathaus

Selten wird in Hamburg die gesellschaftliche Spaltung in Oben und Unten so plastisch demonstriert wie beim Hamburger Matthiae-Mahl - dem ältesten noch praktizierten Festmahl der Welt.
Seit 1356, bitten die Stadtoberen zu diesem Anlass ihre einflussreichen Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik und anderen gewichtigen Kreisen zu Tisch.
Am 18. Februar 2011 wird das ausladende Festmahl, wie jedes Jahr rund 100.000 Euro verschlingen.
Eigentlich war das diesjährige Matthiae-Mahl für den 25. Februar vorgesehen. Noch-Bürgermeister Ahlhaus wollte sich aber diesen prestigeträchtigen Festakt offensichtlich nicht entgehen lassen und hat den Termin einfach zwei Tage vor die Wahl gelegt.

Im Haushalt der Stadt wird wie noch nie an allen Ecken und Enden gespart und im sozialen Bereich gekürzt. In Hamburg werden Menschen aus ihren Stadtteilen, Wohnungen und von der Straße ins (N)Irgendwo vertrieben. 1,3 Mio. Quadratmeter Büroleerstand stehen einem eklatanten Mangel an sozialen Wohnraum gegenüber. Für Obdachlose bleibt bei Minusgraden im Zweifelsfall gerade Mal ein zugiger Kellerbunker übrig. Ausgrenzung ist an der Tagesordnung.

Trotz dieser Realität zelebriert der Senat ungerührt sein Gala-Dinner mit einem 4-Gänge-Haute-Cuisine-Menue für rund 40.000 Euro. Allein die Blumenbouquets kosten 5000 Euro und werden zusammen mit Pokalen, Schüsseln und Tafelaufsätzen aus dem Hamburger Silberschatz auf die
Tische drapiert.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit inszeniert hier ein kleiner elitärer Kreis rücksichtslos, einen herrschaftlichen Standart, der mit dem überwiegenden Rest der Bevölkerung nichts zu tun hat.

Gerechte Verteilung geht anders. Wenn also die Erlauchten ihre Dekadenz unter Ausschluss der Öffentlichkeit feiern wollen, feiern wir in der Öffentlichkeit bei Lauchsuppe unter Ausschluss der Dekadenz.

Alle, die beim Matthiae-Mahl draussen bleiben müssen, bitten zu Tisch. Die einen bringen Essen, die anderen einen Stuhl, einen Topf, ihre Musik oder Geschichten oder Klamotten, oder einfach nur Hunger mit - schließlich ist genug für Alle da!

Und am besten feiert es sich an einem Ort, der sowieso für Alle da sein sollte – z.B. im Realmarkt auf St. Pauli.

Kann ein öffentliches Auftischen oder eine alternative Aktion in wenigen Wochen umgesetzt werden? Und kann sich dafür ein breites
Bündnis zusammenfinden? Das überlegen wir heute Abend um 18:00 Uhr im Centro Sociale.

via Mail

Gängeviertel: Komm in die Genossenschaft!

Pressemitteilung vom 17.12.2010

Gängeviertel-Genossenschaft gegründet

Ab sofort können alle Hamburger aktiv das Viertel unterstützen

Die Initiative „Komm in die Gänge“ hat die Genossenschaft
„Gängeviertel eG“ zur Bewahrung des historischen Viertels gegründet,
um den Erhalt des Gängeviertels auch unabhängig von politischen
Veränderungen für die Zukunft zu sichern. Ab sofort sind alle Menschen
insbesondere aus Hamburg dazu eingeladen, als investierendes Mitglied
der Genossenschaft beizutreten und die Initiative „Komm in die Gänge“
bzw. die neu gegründete „Gängeviertel eG“ zu unterstützen.
Genossenschaftsanteile kosten 500 Euro zzgl. einmalig 50 Euro
„Eintrittsgeld“. Interessenten können eine Mail an
genossenschaft@das-gaengeviertel.info schreiben oder sich schriftlich
an Gängeviertel eG, Valentinskamp 39, 20355 Hamburg wenden und
erhalten dann weitere Informationen.

Die Genossenschafts-Gründung ist ein entscheidender Schritt zur
Bewahrung des Viertels als lebendigen und öffentlichen Ort für Kultur,
Leben und Arbeiten. Zudem steht ein Planungsbüro der Initiative
bereit, um die anfallenden Planungs- und Baumaßnahmen insbesondere
unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes durchzuführen, damit die
zwölf Häuser für die Menschen dieser Stadt und als historisches Erbe
Hamburgs erhalten werden. Neben dem Verein „Gängeviertel e.V.“ wurden
somit weitere tragfähige Strukturen geschaffen, um die Zukunft des
Viertels zu sichern.

Das Zukunftskonzept der Initiative sieht vor, dass im Gängeviertel
sozialverträglicher Wohn- und Arbeitsraum entsteht und langfristig
erhalten bleibt, sowie dass große Teile des Viertels als
soziokulturelle Flächen von daran Interessierten genutzt werden
können. Die Umsetzung dieses Konzepts darf nicht alleine der
Stadtverwaltung überlassen werden, sondern muss von den Aktiven vor
Ort gelebt und von den Menschen in der Stadt mit getragen werden. Es
darf nie vergessen werden: Ohne die Initiative „Komm in die Gänge“ und
der herzlichen Unterstützung und Hilfsbereitschaft von tausenden
Hamburgern wären die Gebäude von der Stadt an einen ausländischen
Investor verkauft und längst abgerissen worden.

Ein Platz für Bauwagen in Wilhelmsburg

---------- Forwarded message ----------  
Date: 2010/12/5

Der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg hat folgende Erklärung veröffentlicht:
 

Hamburg, den 5.12.2010: Ein Platz für Bauwagen in Wilhelmsburg
 
„Hamburg ist reif für die Insel“ war das Motto der Zukunftskonferenz Wilhelmsburg und bei den jährlichen Spreehafenfesten haben wir WilhelmsburgerInnen die Menschen nördlich der Elbe ausdrücklich zum „Sprung über die Elbe“ aufgerufen. 
Viele Menschen sind dem Ruf zum Sprung über die Elbe gefolgt, heute leben wieder - wie vor der Flut - über 50.000 Menschen auf der Elbinsel Wilhelmsburg, 4000 mehr als noch im Jahr 2000. Wilhelmsburg ist der wachsende Stadtteil Hamburgs mit neun Prozent mehr Menschen in den letzten 10 Jahren, in denen Hamburgs Bevölkerungszahl gerade mal um zwei Prozent zugenommen hat. 
Hier ist genug Platz für Alle da: 
In Ottensen leben 33 000 Menschen auf 2,7 km², in Wilhelmsburg haben 50 000 auf 36 km² Platz. Hier war immer Platz für Menschen aus aller Herren Länder, hier ist Platz für Studenten, für die ein Sonderprogramm zum Wohnen auf der Insel aufgelegt wurde, ebenso wie für Künstler, die ja gerade von der IBA für die Elbinsel angeworben werden, für Familien mit Kindern, für Leute von nördlich der Elbe, die Lust auf innovative Wohnprojekte haben. Und natürlich auch Platz für Menschen, die gerne - oder auch notgedrungen - in Bauwagen leben – warum sollten die nur in Ottensen willkommen sein?
Die  Handelskammer Hamburg wollte 50 000 zusätzliche Menschen auf die Elbinsel ziehen lassen. Das ist unrealistisch und zerstört die Natur und die   Gestalt Wilhelmsburgs, aber Platz für Wohnen und Wohnungsbau ist auf der Insel allemal und könnte einen wichtigen Beitrag zur Entspannung auch auf dem Hamburger Wohnungsmarkt leisten. Dabei haben wir vor allem jene Flächen im Auge, wo unverständlicherweise in attraktivsten und zentralen, verkehrsgünstigen Lagen weiterhin und zunehmend Container gestapelt werden. 
Da muss es auch möglich sein, geeignete Flächen für 15 oder 30 Menschen zu finden, die in Bau- und Zirkuswagen wohnen wollen. Infrage kommen dabei beispielsweise Plätze, die nur deshalb nicht  genutzt werden konnten, weil man sie seit 30 Jahren für die nun auch von der Stadt aufgegebene nördliche Trasse der Hafenquerspange vorsah.  Stattdessen sollte hier Wohnen möglich sein! Eine Zwischennutzung durch Bauwagenstellplätze könnte an dieser Stelle Impulse in die richtige Richtung geben. 
Die IBA baut Open Houses, Smart Material Houses, Smart Price Houses und Hybrid Houses, gerne wird auf den Spreehafen mit seinen  Wasserhausbooten gezeigt – warum sollte hier nicht auch Raum sein für ein alternatives Wohnprojekt?  Zumal wenn wie hier low price, smart
material und Ressourcenschonung (die Wagen verfügen über Solaranlagen) in idealer Weise den IBA-Exzellenzkriterien entsprechen. Gerade in diesen Wochen könnte von Wilhelmsburg die frohe Botschaft ausgehen: Hier ist genug Platz für Alle da und gute Nachbarschaft und friedliche Lösungen sind möglich in dieser Stadt! 
Wir schlagen vor: 
Es wird eine Arbeitsgruppe gebildet aus VertreterInnen der Leitungsebene der BSU, der IBA, des Regionalausschusses, der Bezirksverwaltung und
von BewohnerInnen. Gemeinsam mit den ZOMIA-Bauwagen-BewohnerInnen wird nach geeigneten Plätzen gesucht.
Der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg ist bereit, daran mitzuwirken.
 
Verantwortlich:
Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V.
www.zukunft-elbinsel.de 
Rückfragen:
info@zukunft-elbinsel.de

via Mail

„Die ESSO-Häuser bleiben umkämpft. Investor gibt sich verhandlungsbereit“

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From: Initiative ESSO Häuser  
Presseerklärung „Die ESSO-Häuser bleiben umkämpft. Investor gibt sich verhandlungsbereit“

Die Bayerischen Hausbau GmbH veranstaltete am Samstag, den 20.11.2010 im Ballsall des 1. FC St. Pauli einen Ideen- und Informationsworkshop zu den so genannten ESSO-Häusern. Viele MieterInnen und NachbarInnen, darunter zahlreiche Mitglieder der Initiative ESSO-Häuser, sowie einige der Gewerbetreibenden, waren gekommen, um ihren Unmut über die Abrisspläne des Immobilienunternehmens Luft zu verschaffen. Die Betroffenen machten klar, dass der Erhalt der Häuser für sie Priorität hat und dass sie einen Workshop, der von einem Abriss der Häuser und einer Bebauung mit einem erheblichen Anteil von Eigentumswohnungen ausgeht, für eine Farce halten.

Im Laufe der Veranstaltung reagierte die Bayerische Hausbau GmbH auf die Wut und den Widerstand der Anwesenden und verkündete, dass sie sich vorstellen könnten, zu prüfen, die so genannten ESSO-Häuser doch nicht abzureißen. „Wir sind sehr erfreut über den vermeintlichen Sinneswandel der Investoren, bleiben jedoch skeptischen wie authentisch diese Bekenntnis ist“, kommentiert Claudia Röthig von der Initiative ESSO-Häuser.

Das Münchener Unternehmen, welches zur Schörghuber-Gruppe gehört, hat das Gelände vor eineinhalb Jahren gekauft. Vorabsprachen mit der Politik und die Planungen, die Häuser abzureißen wurden über Monate forciert, ohne die MieterInnen darüber zu informieren, geschweige den zu beteiligen. Erst seitdem die Initiative ESSO-Häuser Öffentlichkeit und Widerstand gegen die Abrisspläne organisiert, fängt die Bayerische Hausbau GmbH an, sich in einer vermeintlichen Beteiligungs- und Informationsvermittlung zu üben.
„Wir wertet es als einen Erfolg unseres Widerstandes, dass die Investoren überhaupt einen solchen Workshop veranstalten. Sollte es nun einen Kurswechsel beim dem Münchener Unternehmen geben, begrüßen wir dies. Wie authentisch dieser ist, wird sich aber in naher Zukunft beweisen müssen“, so Röthig weiter. Die Inititative Esso Häuser wird in den nächsten Wochen ihrerseits damit beginnen, Vorschläge für das Areal zu erarbeiten.

Initiative ESSO-Häuser, 21.11.2010

Fortführung der Gängeviertel Diskussionsreihe...

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Diskussionsreihe_Gängeviertel_Fortführung.pdf (118 KB)
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Donnerstag, 25. November 2010, 20 Uhr // Montag, 06. Dezember 2010, 20 Uhr // Donnerstag, 16. Dezember 2010, 20 Uhr // Samstag, 19. Februar 2011, 11 – 22 Uhr

„Wir gestalten die Stadt, in der wir leben wollen – aber wie?“

Mit der Besetzung des Gängeviertels ist ein unverhoffter Möglichkeitsraum mitten in Hamburg entstanden. Die Initiative „Komm in die Gänge“ und tausende HamburgerInnen haben die Stadt zum Rückkauf des historischen Viertels bewogen. Die zwölf Häuser sind ein Versuch, selbstorganisierte künstlerische Praxis mit der Kritik an sozialer Ungleichheit in der Stadt zu verknüpfen. Die derzeitige Stadtregierung hat diesen Versuch zunächst akzeptiert. Seit Monaten verhandelt diese nun mit der Initiative über die zukünftige Entwicklung. Die Initiative möchte das Gängeviertel als kulturellen und politischen Ort erhalten. Das Gängeviertel muss ein öffentlicher Ort werden, an dem soziale und stadtgesellschaftliche Aufgaben verhandelt und angegangen werden.

Es ist geplant, dass große Teile des Viertels als soziokulturelle Flächen von vielen HamburgerInnen genutzt werden und sozialverträglicher Wohn- und Arbeitsraum entsteht. Doch diese Zukunft des Gängeviertels ist noch lange nicht gesichert. Das Recht auf Stadt muss hier, wie an vielen anderen Orten, von handlungswilligen Menschen Tag für Tag aktiv gestaltet und gegen viele Interessen durchgesetzt werden, die einer gerechteren urbanen Zukunft entgegenstehen.

Die Weiterführung der Diskussionsreihe im Gängeviertel fragt nach Handlungsoptionen, Beweggründen und Zielsetzungen dieser Menschen. Wie können Freiräume erhalten und der profitmaximierten Verwertung durch den Immobilienmarkt entzogen werden? Sind die zumeist prekären Arbeitsverhältnisse so genannter „Kreativer“ eine Chance für den gesellschaftlichen Wandel oder Zwang zur Selbstausbeutung im Sinne neoliberaler Wirtschaftspolitik? Welche Möglichkeiten gibt es, erfolgreichen Widerstand zu praktizieren ohne letztendlich vom „Unternehmen Stadt“ instrumentalisiert zu werden? Menschen aus Hamburg und weiteren europäischen Großstädten berichten von Ihren Erfahrungen und Beobachtungen. Und alle sind herzlich eingeladen mit zu diskutieren.

Die Autonomie und ihre Grenzen. Soziale Zentren in Kopenhagen und Hamburg
Donnerstag, 25. November 2010, 20 Uhr, Gängeviertel, Valentinskamp

Nicht weit entfernt vom Gängeviertel ist das wohl älteste soziale Zentrum Hamburgs, die Rote Flora, noch immer besetzt und noch immer bedroht. Vor dem Hintergrund der beiden Projekte wird darüber diskutiert, was „Autonomie“ in der wachsenden Stadt bedeutet? Wie kann sie verteidigt werden und auf welchen Wegen kann sie verloren gehen? Und welche Erfahrungen gibt es mit diesen Fragen in Kopenhagen, wo die Ungdomshus-Bewegung 2006/2007 die Stadtpolitik ebenso herausgefordert hat wie aktuell die Konflikte um ein „Recht auf Stadt“ in Hamburg. Es diskutieren eine Sprecherin der Roten Flora, Hannah Kowalski (Gängeviertel) und Ask Katzeff von der Forschungsgruppe openhagen, Kopenhagen.


Die Körper der Multitude: Fallstricke im Kampf um die „Commons“
Montag, 06. Dezember 2010, 20 Uhr, Gängeviertel, Valentinskamp

Affirmative oder auch „immaterielle“ Arbeit wird in der Debatte der kritischen Sozialwissenschaft aktuell häufig als neue dominante Figur begriffen. Auch die Bedeutung der so genannten „kreativen Klasse“ wird hieraus abgeleitet. Peter Birke (Sozial.Geschichte Online, Hamburg) diskutiert mit dem Autor des Buches „Körper der Multitude“ Robert Foltin (Grundrisse, Zeitschrift für linke Theorie & Debatte, Wien), ob und wie sich diese Thesen auf soziale Kämpfe in der Stadt beziehen lassen.  

Die unternehmerische Stadt und ihre Unternehmer. Prekarität und Wissensarbeit
Donnerstag, 16. Dezember 2010, 20 Uhr, Gängeviertel, Valentinskamp

Im Rahmen der Proteste gegen die Haushaltskonsolidierung und Kulturkürzungen hat der prekarisierte Teil der so genannten „kreativen Klasse“ als artikulationsstarke Gruppe an Bedeutung gewonnen. Aber ob im Altonaer Museum, in der Kunsthalle oder im Gängeviertel – die Arbeitsverhältnisse derer, die diese Orte zu dem machen, was sie sind, sind häufig durch hohe Selbstständigkeit und gnadenlose Überausbeutung bestimmt. Diese Entwicklung spielt, wie wir anhand einiger Beispiele zeigen werden, auch in anderen europäischen Metropolen eine Rolle. Zur Bedeutung dieser Debatte in Hamburg wird sich Arndt Neumann vom Büro 9 to 5 äußern.

....und in 2011 geht es weiter... 

Die Kunst der städtischen Intervention.
Samstag, 19. Februar 2011, 11 – 22 Uhr, Gängeviertel, Valentinskamp

11.00–17.00: Kreativer Widerstand. Ein Workshop mit dem Laboratory of Insurrectionary Imagination (Lab of ii)
 20.00 Uhr: Die Kunst der direkten Aktion. Ein Vortrag mit John Jordan, moderiert von Hannah Kowalski
Im Workshop sollen Möglichkeiten kreativer, eingreifender Praktiken für das „Recht auf Stadt“ erörtert werden. Wie können konventionelle Protestformen durchbrochen werden, um den Raum zwischen Kunst und Aktionismus subversiv zu nutzen? John Jordan vom Londoner Kollektiv Lab of ii ist Mitbegründer des Kollektivs „Reclaim the Streets“ (1995–2000), der „Clandestine Rebel Clown Army“ sowie Mitherausgeber des Buches „Wir sind überall. Weltweit. Unwiderstehlich. Antikapitalistisch.“
Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Initiative Komm in die Gänge mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Hamburg, im Rahmen des Projekts „Prekarisierung und kollektive Organisierung“ beim Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin.